Sprüche & Volksweisheiten

umanåndkema wia d’Sau brunzt
in Schlangenlinien gehen oder fahren
beim Erzählen von einem Thema ins andere kommen
Voa drei Såchan muasst de fiachtn: de Zend vo de Hundd, de hintan Fiass vo de Ros und voa de betatn Leit.
Vor drei Dingen sollte man sich fürchten: den Zähnen der Hunde, den Hinterfüßen der Pferde und vor „zu eifrig betenden“ Leuten.
Wånn s’Wånn net wa, wa da Ox a a Hea.
Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär, wäre der Ochse auch ein Herr.
Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär, wär‘ das Leben halb so schwer.
Was da Baua net kennt, frisst a net.
Wer / Was dem Bauern nicht bekannt ist, dem vertraut er nicht.
Wer lång frågt, geht lång ia.
Wer viel fragt, ist bald verwirrt.
Zu viele Fragen können in die Irre führen, führen zu keinem Ergebnis.
Wer lång mit an Schaffe umanõdklabt, dawischt an Sechta.
Wer zu lange etwas Besseres sucht, erwischt letztendlich das Minderwertige.
Wer net fretn kõ, kõ a net hausn.
Wer in schlechten Zeiten nicht zurechtkommt, wird es auch in besseren Tagen nicht schaffen.
Wer sich nicht fügen kann, kommt niemals zurecht.
Wia da Hea, a so s’Gschea.
Wie der Herr ist, so sind auch seine Untergebenen (Mensch und Tier)- sowohl im Aussehen als auch im Benehmen.
Wos i net woas, mocht mi net hoas.
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Es ist beruhigend, nicht alles zu wissen.
Ziagt da Newe iwan Fiweng ausse af Hof, wiads Weda schẽ, ziagta hineĩ af Songging, wiads Weda schlecht.
Zieht der Nebel über den Filbling (Berg) hinaus Richtung Hof, bessert sich das Wetter, zieht er hinein Richtung St. Gilgen, verschlechtert sich das Wetter.
Zweng und zvi is an Noan seĩ Zi.
Zu wenig und zu viel ist des Narren Ziel.
Man sollte in allen Dingen Maß halten.