Sprüche & Volksweisheiten

Ã:lkina, Ofakåtzn und Heislkia hand de vawẽdestn Wesn.
Enkelkinder, Hauskatzen und die Kuh eines Kleinhäuslers sind die verwöhntesten Wesen.
an Drek a Watschn gebm
die eigene Situation erheblich verschlechtern
eine schlechte Entscheidung treffen
Båid da Guggug des eascht Måi schreit, soist a Geïd an Så:k håm, wai åft håst des gånz Jå:a õas.
Hört man den Kuckuck zum ersten Mal rufen, sollte man etwas Geld in der Tasche haben, um für den Rest des Jahres genug Geld zu haben.
Ban Erepfe setzn git : „Setzt mi in Åpri:, kim i, wånn i wi, setzt mi in Mai, kim i glei !“
Beim Einpflanzen der Kartoffeln gilt die Regel: Wenn man die Kartoffeln im April einpflanzt, folgt die Ernte zu einem ungewissen Zeitpunkt, setzt man sie im Mai, kann man sie früher ernten.
Da Epfe foit net weit von Ståmm.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Wie die Eltern sind, so sind auch die Nachkommen (im Aussehen und Benehmen).
Da Guggug kõ kema drei Tåg voan 23. Åpri:, da Guggug mua kema: drei Tåg nå:n 23. Åpri:.
Es ist möglich, dass der Kuckuck 3 Tage vor dem 23. April zum ersten Mal ruft, jedoch drei Tage danach muss er rufen. Sollte das nicht eintreten, ist ein ungewöhnliches Jahr zu erwarten.
Då håt da Teife an Såk ausbeidlt.
wenn sehr viel gleichzeitig zusammentrifft oder sich zur selben Zeit am selben Ort mehrere unangenehme Personen einfinden
Då is da Kessl so ruassig wia d‘ Pfånn.
Der Eine ist nicht besser als der Andere.
Då is hibsch Teife tauscht / D’Sau und da Drek findn zåm / Da Teife und da Koinbrena (Köhler) g’hern zåm
Beides bzw. Beide sind gleich schlecht.
Der (die, das) Eine ist nicht besser als das Andere.
Da Socha iwalebt an Pocha.
Der jammernde Gesunde überlebt den nichtjammernden Kranken.
Wer sich ständig selbst bejammert und bemitleidet, wird letztendlich die „besseren Karten“ in der Hand halten.
De frian Weda und de schian Bedla keman an Tåg zwoa Måi.
Ein Gewitter am Morgen und ein hässlicher Bettler kommen zwei Mal am Tag.
Unangenehmes stellt sich öfters ein, als einem lieb ist.
Di wea i de Wa:ln nu viririchtn!
Dir werde ich die Waden noch nach vorne drehen! (Ist jedoch anatomisch unmöglich!)
Es bedeutet eine starke Aufforderung zur Änderung einer unangemessenen Lebensweise.
Dummheit und Stoiz wåxn auf õan Hoiz.
Dummheit und Stolz geht mitsammen einher.
Gåa zguat is a a Tådl.
Zu viel Gutheit ist auch ein Nachteil.
Ge: nu net bloufuasseg aussi, sinst beisst di s’Miatznkaiwe.
Man soll nicht barfuß hinausgehen, wenn im Monatsnamen noch ein „r“ zu finden ist (März, April), sonst beißt einen das Märzenkalb, d.h. man bekommt eine Verkühlung.
Håt da Schowa an Sawe, wiads Weda misarawe; håt da Schowa an Huat, wiads Weda guat.
Hat der Schober (Berg) einen Säbel (Nebelgebilde unterm Gipfel), wird das Wetter miserabel; hat der Schober einen Hut, wird das Wetter gut.
Het mas net, so tet mas net.
Rechtfertigung für eine Tat, die nicht unbedingt moralisch ist.
Hif da seïm, so hift da Got!
Wenn du dich bemühst, so hilft dir auch Gott!
I bi dẽacht net auf da Brennsupm (Scho:tsupm) dahergschwuma!
Ich bin doch nicht dumm, unterschätz mich bitte nicht!
Iwe mua Iwe vatreim.
Übel (bittere Medizin) muss Übel (Krankheit) vertreiben.
Jeds „warum“ håt seĩ „darum“.
Für jede Frage gibt es eine Antwort.
Jedes Problem hat einen Grund.
Kra:t da Hõ: afm Mist, endat se s‘ Weda, oda bleibt so wias is.
Wettervorhersage für jedes Wetter
õa Bingge-Buacht-Hådan
abwertende Bemerkung für schlechte Gesellschaft
alle zusammen sind nicht viel wert
Sei‘s wias sei, stirbt de Kua bleibt des Hei.
Wie es auch ist, wir müssen es so hinnehmen.
Es gibt keinen Nachteil ohne Vorteil.
s‘ Hei von Schädl åwarama
wörtlich: „das Heu vom Kopf herunternehmen“
gehörig den „Kopf waschen“
gehörig zurechtweisen